Historisches Kochen

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Perulmaien
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Historisches Kochen

Beitrag von Perulmaien » Mi Jan 14, 2009 9:35 pm

Heuer hab ich irgendwie Lust bekommen im Lager ein bisschen was kochtechnisch zu machen und die Rezepte vom Oger hören sich echt total lecker an!
(Hatte schon das Vergnügen einige selber zu probieren :)
Ich denk nur an Käsetaigtaschen und den Kirsch-Gries (war das glaub ich) *lecker*)

Ich suche zur Zeit nach Kochbüchern, wo gute Rezepte, die auch Lagertauglich sind, drin stehn und auch mit korrekten Zutaten gekocht werden.
(Wenn ich daran denke, dass ich schon Bücher mit Kartoffeln als Zutat gesehen hab :( )

Hättets ihr nicht ein paar Tipps für mich? :confused:

Wie ist das eigentlich mit all den Gewürzen? Gabs da schon "alles" für alle Bevölkerungsschichten?

Und wissts ihr vielleicht wie es mit Weißbrot und Gurken aussieht?
Ich hab da nämlich ein Rezept von einem gefüllten Wecken, weiß nicht obs sowas schon gab, aber würds gern mit authentischen Zutaten machen und ins Lager mitnehmen.

glg Alex
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Beitrag von de_Herdern » Do Jan 15, 2009 7:18 am

also vornweg: schärfen kannst du "a" recht gut mit kren oder senf, pfeffer war recht teuer glaub ich, aber vorhanden.

ich find das "Wie man eyn teutsches Mannsbild bey Kräfften hält" recht gut, das kann ich nur weiterempfehlen

außerdem gibts dann noch:

Herrenspeis und Bauernspeis sowie
Küchengeheimnisse des Mittelalters
(welche mir der Oger übrigens noch immer nicht zurückgegeben hat... :eek: )

Das Kochbuch des Mittelalters gibts auch noch, das dürft auch recht gut sein.
die 4 hab ich zwar zuhaus (bzw. die zwei mittleren eben nicht) aber ausprobiert hab ich bis jetzt eigentlich erst rezepte aus dem ersten.
Bild
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Beitrag von Perulmaien » Fr Jan 16, 2009 8:15 am

"Wie man eyn teutsches Mannsbild bey Kräfften hält" - der Titel gefällt mir ;)

Echt, Senf gabs schon? Hätt ich ma nicht dacht... :confused:

Na super, freu mich schon aufs ausprobieren!
Dankeschön!!
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Beitrag von de_Herdern » Fr Jan 16, 2009 8:17 am

Senf war schon vor 3000 Jahren in China als Gewürz geschätzt. Über Kleinasien gelangte er nach Griechenland, wo er im 4. Jahrhundert v. Chr. als Heilmittel bekannt war. Das erste überlieferte Rezept zur Senfzubereitung verfasste der Römer Columella im 1. Jahrhundert n. Chr. Im 8. Jahrhundert wird Senf in einer Schrift Karls des Großen erstmals in Mitteleuropa erwähnt und wurde – von arabischen Pflanzungen in Spanien aus verbreitet – an den europäischen Tafeln bald zu einem wichtigen Gewürz. So ernannte Papst Johannes XXII. einen seiner Neffen zum „Grand moutardier du pape“ – zum „Großen päpstlichen Senfbewahrer“. Vor der breiten Verfügbarkeit von Pfeffer und später auch Chili waren Senf und Meerrettich die einzigen scharfen Gewürze, die europäischen Köchen zur Verfügung standen – entsprechend weit verbreitet waren sie.
http://de.wikipedia.org/wiki/Senf
Bild
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Beitrag von Schandmaul » Fr Jan 16, 2009 5:24 pm

Das "Teutsche Mannsbild" ist mit Vorsicht zu genießen. Es hat einige relativ einfache Rezepte und ist sicherlich als Einsteiger-Buch brauchbar, es fahlen aber fast immer Quellenangaben, bzw. hinweise darau, dass der Autor H.J.Fahrenkamp eine Zutat durch eine andere ersetzt.
Die anderen drei sind wirklich empfehlenswert, wobei "Herrenspeis und Bauernspeis" für Dein vorhaben wohl am besten geeignet sein dürfte (morgen bei unserem SCA-Festessen gibt es bei uns zum Beispiel das Kesselfleisch und drei verschiedene Saucen aus diesem Buch, aber auch die "Eier in gelber Sauce" aus dem "Teutschen Mannsbild", sowie diverse andere Leckereien, wenn es Dich interessiert, dann komm doch vorbei und iss mit - der Unkostenbeitrag liegt bei 6,- Euro und wir haben noch etwas Platz an der Tafel - ist auf 22 Personen limitiert).

Zu den Gewürzen muss man sagen, dass die wenigsten davon für alle erschwinglich waren, das gemeine Volk hat vorwiegend mit Kräutern gearbeitet und da gabe es alleine schon unzählige Minz-Sorten (Pfefferminze, Krauseminze, Katzenminze,...), Pfeffer war schon kostspieliger, aber auch da gab es viel mehr Sorten als in unserer heutigen Küche.

Liebe Grüße, Arnulf

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