Vatikan-Buch spricht Tempelritter frei

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Schandmaul
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Vatikan-Buch spricht Tempelritter frei

Beitrag von Schandmaul » Mo Okt 08, 2007 11:11 am

Vatikan-Buch spricht Tempelritter frei

700 Jahre lang galten sie als Ketzer, jetzt schreibt der Vatikan selbst einen Teil seiner Geschichte um. Ein lange verschollenes Dokument, das jetzt veröffentlicht werden soll, belegt: Der Papst hat die Tempelritter schon 1314 vom Vorwurf der Gotteslästerei freigesprochen - und um Verzeihung gebeten.

gefunden auf
http://www.spiegel.de/panorama/zeitgesc ... 59,00.html

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Beitrag von Beroharti » Mo Okt 08, 2007 12:30 pm

wurde sogar heute im kleinformatigen U-Bahn-Gratisblatt "HEUTE" verkündet. Passend, dass die Meldung so knapp vorm Gedenk-Tag 13.10.2007 kommt!!!!!
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Beitrag von Beroharti » Mo Okt 08, 2007 1:08 pm

Laut "heute" auf seite 2:

Protokolle der Anhörungen der Tempelritter von Papst Celemsn enthält, im Buch "Processus contra Templarios" Erscheinungstermin ist der 25. Oktober.

hier Kurier-artikel:

http://www.kurier.at/nachrichten/chronik/113529.php

Vatikan: Tempelritter keine Ketzer mehr
Ein lange verschollenes Dokument spricht die Mönchskrieger - nach 700 Jahren - vom Vorwurf der Gotteslästerung frei.
Zahlreiche Bücher und Filme beschäftigen sich mit der mächtigen und verschwiegenen Gemeinschaft. Bild: Foto aus der Kreuz&Quer-Dokumentation "Die Legende vom Da Vinci Code" (ORF). 700 Jahre lang galten sie als Ketzer, jetzt schreibt der Vatikan selbst einen Teil seiner Geschichte um. Ein lange verschollenes Dokument, das jetzt veröffentlicht werden soll, belegt, dass Papst Clemens V. die Tempelritter schon 1314 vom Vorwurf der Gotteslästerung freigesprochen und um Verzeihung gebeten habe, berichtet die britische Zeitung "Daily Telegraph" am Samstag.

Die Tempelritter waren im Mittelalter eine mächtige und verschwiegene Gemeinschaft von Mönchskriegern, die von zahlreichen Legenden umgeben war. So hieß es, sie seien die Wächter des Heiligen Grals.

Orden brutal aufgelöst
Für die Katholische Kirche galten sie aber seit dem 14. Jahrhundert als Ketzer. Sie sollen auf das Kreuz gespuckt und die Existenz von Jesus geleugnet haben - ihr Orden wurde darum 1314 von Papst Clemens V. brutal aufgelöst. Hunderte wurden gefoltert und getötet.

Diese historische Gewissheit wird nun von höchster Stelle erschüttert - durch ein Buch aus dem Vatikan. Das am 25. Oktober erscheinende Werk "Processus contra Templarios" basiere auf neuen Dokumenten aus dem Geheimarchiv des Vatikan und wasche die Tempelritter von allen Vorwürfen rein, berichtet "Daily Telegraph".

"700 Jahre lang haben wir geglaubt, dass die Tempelritter als verfluchte Menschen starben. Dieser Fund spricht sie frei", sagte Professorin Barbara Frale, Angestellte des Geheimarchivs, der Zeitung.

Falsch archiviert
Das Buch basiert auf dem "Chinon-Pergament", benannt nach dem französischen Ort Chinon. Das Dokument war lange verschollen, weil es laut Frale im 17. Jahrhundert falsch archiviert wurde. Erst 2001 entdeckte die Vatikan-Archivarin das Pergament, jetzt wird es öffentlich gemacht. Es enthält die Protokolle der Anhörungen der Tempelritter vor Papst Clemens und endet laut "Telegraph" mit der päpstlichen Absolution für den Orden.

Der Kreuzritterorden der Tempelritter war 1119 in Jerusalem gegründet worden, mit dem Ziel, christliche Pilger auf dem Weg in die Heilige Stadt zu schützen. Ihre Zentrale schlugen sie in der eroberten al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg auf - daher der Name Tempelritter.

Das Ende des Ordens kam 1307, als der französische König Philipp IV. die reichen Templer ins Visier nahm, ihre Häuser durchsuchen ließ und ihr Vermögen beschlagnahmte. Der Vorwurf lautete auf Ketzerei. Nach dem Einschalten der Inquisition verbot Papst Clemens V. den Orden im Jahr 1314.

Papst wollte Kirchenspaltung verhindern
Laut "Telegraph" enthüllt das "Chinon-Pergament", dass der Papst damals wider besseres Wissen handelte, um eine Kirchenspaltung zu verhindern. Der Papst habe sich gezwungen gesehen, die Tempelritter nach den Anhörungen um Vergebung zu bitten, sagte Frale dem "Telegraph". "Dies ist der Beweis, dass die Tempelritter keine Ketzer waren."

Artikel vom 06.10.2007, 21:59 | apa | bib
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Beitrag von Beroharti » Mo Okt 08, 2007 1:11 pm

2ter spiegel-artikel (warum die templer niemals ketzer waren):

http://www.welt.de/wissenschaft/history ... waren.html
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Beitrag von Beroharti » Mo Okt 08, 2007 1:12 pm

Süddeutsche.de:

http://www.sueddeutsche.de/,ra2m2/panor ... 46/136575/

a waunsinn, dass dieses Thema jetzt auf einmal wieder solche Wellen schlägt!!
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Beitrag von de_Herdern » Mo Okt 08, 2007 1:40 pm

sollt ma bissl dieses wochenende kund tun auf der LH
Das ist eigentlich ein goldenes Ei was der Herr H. damit bekommt, wenn man auf sowas eine veranstalltung aubaut weil das thema grad topaktuell ist, da würden besuchermassen kommen wenns beworben wird aber...
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Beitrag von Oger » Mo Okt 08, 2007 8:02 pm

Eiweh - da ist man mal einen Tag unterwegs und schon steht die ganze Welt Kopf?!?
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Some folk we never forget
Some kind we never forgive
Haven’t seen the back of us yet
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D. - "Never. We will never win."
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Beitrag von Konrad von Atzelsdorf » Di Okt 09, 2007 11:17 am

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Beitrag von erec » Di Okt 09, 2007 11:42 am

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PERGAMENTURKUNDE VON CHINON - ABSOLUTION
DER HÄUPTER DES TEMPELORDENS DURCH PAPST CLEMENS V.
Chinon, Diözese von Tours, 17.-20. August 1308

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Das Original besteht aus einem einzigen Pergamentblatt von großen Ausmaßen (700x580mm) und besaß ursprünglich hängende Siegel der drei apostolischen Legaten, welche die von Clemens V. ernannte apostolische Sonderkommission ad inquirendum bildeten: Bérenger Frédol, Kardinalpriester des Titels der Hl. Nereus und Achilleus und Papstnepot, Étienne de Suisy, Kardinalpriester von Hl. Cyriacus in Therminis, Landolfo Brancacci, Kardinaldiakon von S. Angelo. Ziemlich guter Erhaltungszustand, obwohl aufgrund Bakterienbefalls auffällige violettfarbige Flecken vorhanden sind. Das Original war mit einer authentischen Kopie versehen, die noch heute im Vatikanischen Geheimarchiv mit der Signatur Archivum Arcis, Armarium D 218 erhalten ist.
ASV, Archivum Arcis, Arm. D 217

Das Dokument enthält die Absolution, die Clemens V. dem letzten Großmeister des Tempels, Bruder Jacques de Molay, und den anderen Häuptern des Ordens erteilte, nachdem jene einen Bußakt vollführt und die Kirche um Vergebung gebeten hatten; nach der formellen Abschwörung, obligatorisch für alle, die häretischer Vergehen auch nur verdächtigt waren, wurden die ranghöchsten Mitglieder des Tempelordens in die katholische Kommunion wiederaufgenommen und zu den Sakramenten wieder zugelassen. Das Dokument stammt aus der ersten Phase des Prozesses gegen die Tempelritter, als Clemens V. noch überzeugt war, das Weiterbestehen des religiös-militärischen Ordens garantieren zu können, und antwortet dem apostolischen Bedürfnis der Aufhebung der Schande der Exkommunikation, welche sich die Krieger-Mönche von alleine aufgeladen hatten, als sie Jesus Christus unter der Tortur des französischen Inquisitors verleugnet hatten. Wie verschiedene zeitgleiche Quellen bestätigen, wies der Papst nach, dass sich unter den Templern in der Tat schwere Formen von Unsitten eingeschlichen hätten, und plante eine Reform des Ordens von Grund auf, um ihn dann in einem einzigen Institut gemeinsam mit dem anderen großen religiös-militärischen Orden der Hospitaliter zu vereinen. Der Akt von Chinon, der den Tempelorden nicht aufgelöst sondern vielmehr losgesprochen hatte, war eine notwendige Voraussetzung für die Reform, blieb aber leeres Wort. Die Reaktion der französischen Monarchie löste einen regelrechten Erpressungsmechanismus aus, woraufhin Clemens V. 1312 während des Konzils von Vienne auf einen fragwürdigen Kompromiss eingehen musste: da der Papst sich dem König von Frankreich, Philipp dem Schönen, der den Tempelorden auflösen wollte, nicht widersetzen konnte, enthob er den Orden aus der zeitlichen Realität. Ohne ihn zu verdammen noch abzuschaffen isolierte er ihn vielmehr dank eines wendigen Kunstgriffs des kanonischen Rechts und versetzte ihn in eine Art von “Winterschlaf”. Nachdem Clemens V. ausdrücklich erklärt hatte, der Prozess hätte nicht die Anklage der Häresie bewiesen, löste er dann den Orden der Templer auf, und zwar in einem nicht endgültigen Urteilsspruch, den ihm die äußerste Notwendigkeit auferlegt hatte, um eine ernste Gefahr von der Kirche abzuwenden. Darin verbat er unter Androhung der Exkommunikation den weiteren Gebrauch des Namens und der Erkennungszeichen.

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Beitrag von Beroharti » So Okt 28, 2007 10:51 pm

laut meiner recherchen (dombuchhandlung in wien) gibts dieses buch leider nur limitiert und werden nur bibliotheken damit beliefert!
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Beitrag von erec » Mo Okt 29, 2007 6:31 am

welches Buch?
Ist nur ein einziges Blatt- und das war seit Februar 07 (glaub ich) schon im www.templerforum de
bekannt und übersetzt . Unser Fra_Gerhard hat sicher alle Details, wennstes brauchen solltest...

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Beitrag von Beroharti » Mo Okt 29, 2007 8:04 am

das buch in den links oben.

hier nochmal link:

http://www.spiegel.de/panorama/zeitgesc ... 59,00.html

nach überschrift ist ein absatz in fettdruck, danach der zweite Absatz. Hier ist von "Buch" und "Werk" die Sprache!
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Beitrag von Schandmaul » Di Okt 30, 2007 11:19 am

es wird 800 Stück geben, davon 1 für den Papst und 799 zum Verkaufen (zu einem Preis, den keiner von uns sich leisten kann). Das Werk enthält die gesamte Prozessgeschichte und dieses Pergament ist ja nur ein Blatt davon - daher würde ich mich dem Vorschlag von Erec anschließen...

LG, Arnulf

P.S.: Habe jetzt auch ein vernietetes Kettenhemd, die Barbiere sollte bis Ende des Jahres fertig sein...

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Beitrag von erec » Di Okt 30, 2007 12:35 pm

Schandmaul hat geschrieben:....zu einem Preis, den keiner von uns sich leisten kann...
Exakt $8,377 Aber ich bin zuversichtlich, dass wir die Schwarte binnen kurzem in der Bibliothek der Wiener Theologischen Fakultät sehen werden. Und von dort issie auch ausleihbar.
Fra_Gerhard hat an anderer Stelle bereits geäussert dass er wegen seines Italienisch-Niveaus gerne auf die Übersetzung ins Englische oder Deutsche zu warten entschlossen sei.

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Beitrag von Mandragora » Di Okt 30, 2007 6:42 pm

Die Uni zieht sowas sicher an Land.
[color=darkred]Dein Schwert gegen meine Feder? Oh, nein mein Freund, ich lächle gewiss nicht dem Tod entgegen. Es ist das Lächeln über ein weiteres Schicksal, dessen Ende ich mit einem Punkt besiegeln werde ...[/color]
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