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Wilhelm von Baumgarten
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Beitrag von Wilhelm von Baumgarten » Mi Jun 29, 2016 7:05 am

Archäologen entdecken indo-griechische Stadt in Pakistan

Münzen, Waffen und Töpferwaren aus einer mehr als 2000 Jahre alten Stadt wurden im Swat-Tal gefunden. Die ersten Bewohner könnten als Teil der Armee Alexanders des Großen in die Gegend gekommen sein.

27.06.2016 | (DiePresse.com)

Archäologen haben im Nordwesten Pakistans Überreste einer mehr als 2000 Jahre alten indo-griechischen Stadt gefunden. Jahrelange Ausgrabungen hätten Münzen, Waffen und Töpferwaren im Swat-Tal in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa zutage gefördert, sagte der pakistanische Archäologe Niaz Shah am Montag.

Basierend auf den Funden und historischen Referenzen gehe das italienisch-pakistanische Expertenteam davon aus, "dass Griechen hier als eine Gemeinschaft lebten". Der pakistanischen Zeitung "Dawn" zufolge ist das in der Stätte Bazira gefundene Töpfergut aus der antiken Gegend Baktrien sowie aus dem Mittelmeerraum importiert worden. Laut Shah sprechen eine angelegte Verteidigungsmauer und Waffenlager dafür, dass diese Griechen Teil der Armee Alexanders des Großen gewesen sein könnten. Später seien in der Stadt die griechische mit einer indischen Zivilisation verschmolzen, als die ersten buddhistischen Gemeinden in die Gegend zogen, sagte Shah.

Der makedonische König und Eroberer Alexander hatte im vierten Jahrhundert vor Christus sein Reich bis an den indischen Subkontinent ausgedehnt. Shah zufolge verstehen sich die Kalasha, eine Ethnie im pakistanischen Hindukuschgebiet, auch als Nachfahren der Soldaten Alexanders. Die Ausgrabungsstätte im Swat-Tal sei aber die erste Entdeckung ihrer Art. "Es gab Spuren einer griechischen Zivilisation auf Alexanders Weg nach Indien", sagte Shah der dpa - "aber das ist die erste geplante Stadt, die wir bislang kennen."
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Wilhelm von Baumgarten
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Re: Archäologie-News

Beitrag von Wilhelm von Baumgarten » Fr Jul 01, 2016 10:15 am

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Beitrag von Wilhelm von Baumgarten » Mo Jul 04, 2016 11:31 am

Zerstückelte Prinzessin in antikem Grab entdeckt

Archäologen legten neben den sterblichen Überresten auch zahlreiche Schmuckstücke frei

Sofia – Archäologen haben in Bulgarien in einer antiken Grabstätte die Überreste des zergliederten Körpers einer thrakischen Prinzessin entdeckt. Nach Ansicht des bulgarischen Wissenschafters Nikolaj Owtscharow sei der Körper der Adeligen nach dem Tod bei einem religiösen Ritual der Thraker in Stücke zergliedert worden.
Zahlreiche Schmuckstücke

Die Stämme der Thraker besiedelten in der Antike weite Gebiete der Balkanhalbinsel. Die Grabstätte nahe dem südostbulgarischen Dorf Benkowski stammt vermutlich aus der Zeit Alexander des Großen. Darin wurden mehr als 60 Schmuckstücke aus Silber und Bronze gefunden, darunter elf Ringe, ein silberner Haarreif, Kopfschmuck, Halsketten und Ohrringe.

Die Ausgrabungen in der Gegend hatten nach dem Fund eines Felsaltars begonnen, der Teil eines größeren thrakischen Tempels gewesen sein soll. Die archäologische Expedition wird von einem bulgarischen Unternehmer finanziert. (APA, red, 3.7.2016)
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Re: Archäologie-News

Beitrag von Wilhelm von Baumgarten » Mo Jul 04, 2016 11:34 am

Bedeutender römischer Goldfund auf antikem Schlachtfeld

Acht über 2.000 Jahre alte Münzen vermutlich bei Gefechten verloren oder versteckt

Osnabrück – Archäologen ist in der Region Kalkriese 16 Kilometer nordöstlich von Osnabrück in Niedersachsen ein bedeutender Münzfund gelungen: Die Wissenschafter legten in Oberesch acht Goldmünzen vom Typ Gaius/Lucius frei. Goldfunde sind in regulären Grabungen äußerst selten. Da das Edelmetall bereits in der Antike von außerordentlichem Wert war, gelangte es nur in Ausnahmefällen, meistens in der Folge von Natur- oder Brandkatastrophen sowie kriegerischen Ereignissen, in den Boden.

Die gefundenen Goldmünzen sind durchweg in einem guten Erhaltungszustand. Sie zeigen zum Teil deutliche Spuren der Verwendung und sind durch den Gebrauch an den Kanten abgegriffen. Der Fund kam in einem nur wenigen Metern umfassenden Bereich zutage, so dass die Forscher um Salvatore Ortisi von der Universität Osnabrück davon ausgehen, dass sie gemeinsam, als Teil eines Geldbeutels in den Boden gelangten. Wahrscheinlich ist die Barschaft im Zuge der Kämpfe auf dem Oberesch verloren gegangen oder auf der Flucht absichtlich verborgen worden. Alle aurei wurden in den Jahren zwischen 2 vor und 4/5 unserer Zeitrechnung in Lyon (Lugdunum) geprägt.

Die Münzen vom Typ Gaius/Lucius werden als Schlussmünze, also als Münzen mit der jüngsten Prägung, vor der Varusschlacht datiert. Das Münzbild zeigt auf der Vorderseite den Kopf des Kaisers Augustus, auf der Rückseite die kaiserlichen Prinzen Gaius und Lucius Caesar. Zwischen den beiden Caesaren sind zwei Schilde, Lanzen und religiöse Gerätschaften so genannte Litui zu sehen, die auf die militärischen und religiösen Funktionen der beiden Prinzen als designierte Nachfolger des Augustus anspielen.
Eine Münze als Monatslohn

Ein aureus stellte zur Zeit des Kaisers Augustus (27 vor bis 14 unserer Zeitrechung) einen erheblichen Wert dar. Er entsprach in etwa dem Monatslohn und reichte aus, um in Rom eine ganze Familie einen Monat zu ernähren. Der kleine Goldhort hätte demnach ausgereicht, seinen Besitzer ein Jahr lang gut zu versorgen. Man kann davon ausgehen, dass die Barschaft einem Offizier oder einem höher gestellten römischen Soldaten gehört haben könnte. Die acht in Kalkriese gefundenen Goldmünzen sind bis auf eine Münze prägegleich. Auf einer Münze tragen Gaius und Lucius die Lanzen und Litui im Vergleich spiegelverkehrt.

Seit gut sechs Wochen graben das Archäologie-Team aus Kalkriese und die Wissenschafter der Universität Osnabrück im Museumspark. Bei den ausgewählten Arealen handelt es sich um zwei Schneisen in Richtung Mittellandkanal, die bei den bisherigen Untersuchungen noch kaum berücksichtigt worden sind. Der Münzfund wurde im zweiten Suchschnitt gemacht, der aufgrund einer Baumaßnahme des Museums angelegt wurde. (red, 28.6.2016)
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Re: Archäologie-News

Beitrag von Wilhelm von Baumgarten » Do Aug 04, 2016 11:26 am

2.000 Jahre alter Butterklumpen im Moor entdeckt

Der Fund gut erhaltener, uralter Relikte ist immer aufregend. Ob der irische Torfstecher Jack Conway aber positiv überrascht war, als er vergangene Woche ein riesiges Stück Butter im Emlagh-Moor in der irischen Grafschaft Meath entdeckte, wissen wir nicht. Bemerkenswert ist der Fund aber in jedem Fall: Forscher des Cavan County Museums untersuchten den gut 20 Kilogramm schweren Klumpen und schätzten sein Alter auf 2000 Jahre. Allerdings sind Funde sogenannter "Moorbutter" gar nicht so selten: Bisher sind fast 500 derartige Entdeckungen dokumentiert, hauptsächlich in Irland und Schottland. Die Vermutung liegt nahe, dass in früheren Zeiten überschüssige Butter im Sommer in Torfmooren vergraben wurde, um sie auf diese Weise haltbar zu machen. Mit nachhaltigem Erfolg, wie die mit für den Fund zuständige Kuratorin des Cavan County Museums verdeutlichte: "Es riecht immer noch nach Butter! Meine Hände riechen nach Butter, sogar der Raum riecht nach Butter."

- derstandard.at/2000039109532/2-000-Jahre-alter-Butterklumpen-im-Moor-entdeckt
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Re: Archäologie-News

Beitrag von Wilhelm von Baumgarten » Do Aug 04, 2016 11:29 am

Taucher holten 340 Jahre alten Käse aus schwedischem Kriegsschiff
28. Juli 2016

Stockholm – Aus dem 1676 vor Südschweden gesunkenen schwedischen Kriegsschiff "Kronan" haben Meeresarchäologen schon so manche Schätze geborgen, darunter menschliche Überreste, Kanonen oder Münzen. Was Taucher nun aber aus dem Wrack, das seinerzeit zu den größten Schiffen der Welt zählte, geholt haben, war dann doch etwas überraschend: einen 340 Jahre alten Käse, zumindest interpretieren die Forscher die bräunliche Substanz mit dem strengen Duft als solchen.

"Wir glauben, dass es ein Milchprodukt ist", sagte der Leiter der Aktion vor der schwedischen Ostseeinsel Öland, Lars Einarsson vom Kalmar County Museum, am Donnerstag. "Im Gegensatz zu anderen finde ich den Geruch ziemlich angenehm", fügte Einarsson hinzu. "Man riecht das Leben."
Hefe- und Roquefort-Aromen

Die nach Hefe und Roquefort riechende Masse wurde in einem Behälter im Schlamm am Meeresgrund gefunden, wo sie in dem leicht salzigen Wasser der Ostsee offenbar die Jahre einigermaßen unbeschadet überstand. Der Käse soll nun zur Auswertung der Universität in Uppsala nahe Stockholm übergeben werden. Neben dem kulinarischen Schatz bargen die Wissenschafter auch mehrere Goldmünzen und einen Diamantring.

Die "Kronan" war im Juni 1676 bei einer Seeschlacht explodiert und gesunken. Über 800 Menschen fanden dabei den Tod. Im Jahr 1980 wurde das Wrack wiederentdeckt. In den Jahren danach bargen Taucher rund 30.000 verschiedene Gegenstände – darunter neben Goldschätzen auch Champagnerflaschen, Navigationsgeräte und eine Trompete.
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Beitrag von Wilhelm von Baumgarten » Fr Aug 05, 2016 7:53 am

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Beitrag von Wilhelm von Baumgarten » Mo Aug 29, 2016 8:48 am

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Re: Archäologie-News

Beitrag von Michaela » Mi Sep 07, 2016 8:13 am

Glasmalereien aus der Mitte des 13. Jhs. in der Steiermark gefunden: http://www.oeaw.ac.at/oesterreichische- ... ntdeckt-2/
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Beitrag von Sterntaler » Mi Sep 21, 2016 6:56 am

Archäologen haben ein 2000 Jahre altes Skelett im Wrack von Antikythera gefunden:
http://derstandard.at/2000044625640/Ant ... r-enthielt

Mal schauen, was in dem Wrack noch alles gefunden wird. Ich würde da ja schon gerne erfahren, was für Menschen das waren, die mit der Rechenmaschine über das Meer gefahren sind.

Ich bin übrigens auf der Suche nach einem guten Bild von dem Wrack. Weiß jemand, wo ich eines in den Weiten des Internets finden kann. Ich würde das Bild gerne für mein persönliches Fotobuchprojekt verwenden, in dem ich archäologische Funde und Stätten, die ich spannend finde, zusammentrage und dokumentiere.


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Re: Archäologie-News

Beitrag von Michaela » Mi Sep 28, 2016 7:16 am

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Beitrag von Wilhelm von Baumgarten » Mi Sep 28, 2016 7:21 pm

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Re: Archäologie-News

Beitrag von Sterntaler » Do Okt 27, 2016 6:54 am

Spannend wie die römischen Münzen wohl bis nach Japan gekommen sind...?

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Re: Archäologie-News

Beitrag von Wilhelm von Baumgarten » Di Nov 15, 2016 9:24 am

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