Startgebühren

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Gunher
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Startgebühren

Beitrag von Gunher » Mo Apr 07, 2014 6:55 am

Ich werf mal eine Frage in den Raum
: Was haltet Ihr davon, dass jemand, der an einem Turnier teilnehmen will, Start-oder Nenngeld (egal in welcher Höhe) bezahlen soll?
Gott gab mir zwei Ohren und nur einen Mund.
Somit kann ich doppelt soviel hören wie sagen.
Leider gab er mir nicht genügend Weisheit, dies immer zu bedenken.

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Re: Startgebühren

Beitrag von Beroharti » Mo Apr 07, 2014 3:28 pm

Meine 2 Cent dazu:

Ich glaubem dass das bei allen Arten von Bewerben üblich ist (Kartenspielturniere, Bogenschützenturniere, Bowling etc), es ist nur eine Frage, wie hoch und angemessen diese Startgebühr ist. Darüber kann man mitunter gut streiten. Bei Bewerben, bei denen viel Sponsoring/Werbegeld reinfließt ist eine Startgebühr sicher weniger wirtschaftlich wichtig als bei Bewerben, die ohne diese Gelder Kosten zu decken haben.
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Re: Startgebühren

Beitrag von Oger » Mo Apr 07, 2014 4:04 pm

Bin persönlich kein Fan aber ich sehe auch den Unterschied zwischen einer kleinen&neuen Veranstaltung die damit ein paar Kosten abdeckt oder einem Event wo Organisatoren ein paar tausend Euro einstreichen und dann trotzdem noch ein relativ hohes Startgeld verlangt wird.

Eine Gruppe von Enthusiasten damit zu unterstützen finde ich in Ordnung - einem "Geschäftsmann" noch mehr in die Hände zu spielen geht mir auf den Sack.
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Some kind we never forgive
Haven’t seen the back of us yet
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Re: Startgebühren

Beitrag von Ulryca » Mo Apr 07, 2014 6:08 pm

Ich kann mich der Meinung von Oger nur anschließen. Finde auch, dass es bei kleinen "Newcomer"-Veranstaltungen, die von Haus aus mit dem Budget zu kämpfen haben, durchaus vertretbar ist, wenn Startgeld verlangt wird (sofern es sich in einem entsprechenden Rahmen verhält!). Wenn dann allerdings ein internationaler Veranstalter mit dementsprechendem Sponsoring sich durch Startgelder ein Zubrot verschaffen will....... naja....... :confused:

Die Frage ist dann allerdings, wie weit man mit der Höhe des Startgelds gehen kann/soll?????

Man sollte dann aber auch den Punkt beachten, dass die Teilnehmer bei einem Turnier auch für die Unterhaltung der Besucher sorgen (normalerweise). Und dann hier auch noch zahlen zu müssen, dass man Besucher bespaßt???? Ist in etwa die gleiche Thematik wie die Sache mit den Unkostenbeiträgen für Holz, Stroh etc. bei Mittelaltermärkten, die ja in den letzten Jahren von Lagergruppen immer öfters eingehoben werden. Das ist glaube ich auch so was ähnliches........
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Re: Startgebühren

Beitrag von Maledikt » Di Apr 08, 2014 2:09 pm

Wie Bero schon gesagt hat: Startgelder sind bei (sportlichen) Wettkämpfen normal. Mit den hier jetzt festgelegten Beträgen sind wir eh noch sehr gut dabei (als Vergleich: Bussines Run Wien 90€ für 3Pers, X-CrossRun 35€ pro Person, ZooLauf Wien 45€ pro Person,...).
Es ist auf jeden Fall spannend dass sich diese Entwicklung in unserem Bereich relativ gleichzeitig an verschiedenen Enden auf tut. Prinzipiell kann ich mich damit abfinden, wenn gewisse Grundbedingungen für die Sportler/Teilnehmer vorhanden sind. In unserem Bereich wären das für mich Dinge wie:
* Grundversorgung während den Bewerben: zumindest ausreichend Getränke sollten vorhanden sein.
* "Ruhebereich" während den Bewerben. Leute die gerade nicht kämpfen sollen ausreichen Platz haben zum nieder setzten, Sachen ablegen, durchschnaufen (schattig!), ohne dass irgendwelche Zuschauer ihnen andauernd auf die Zehen steigen und/oder ihnen die abgelegten Sachen zur Begutachtung "verzahn".
* Ortsnahe Ablagemöglichkeit zur "lagerung" der Ausrüstungen (ohne Angst haben zu müssen dass diese dann nicht mehr da sind wenn man sich einmal umdreht), eventuell Umziehmöglichkeiten (auch ortsnah).
* Für Leute die nicht in einer Gruppe oder Unterstützung zu einem Turnier kommen eventuell Unterstützungspersonal

Sicher findet sich noch der eine oder andere Punkt denn man hier anfügen kann. Und ganz sicher können nicht alle Punkte bei jedem Turnier angewendet werden - abgesehen davon dass ich das vom verlangten Startgeld abhängig machen würde (bei 2 € erwarte ich mir z.B. keine Duschmöglichkeit hinter her, bei 30€ dann eher doch ;) )....

Aber ganz egal wie viel Startgeld einkassiert wird (und sind es nur 2€) dann muss die Ausübung des Sportes auf jeden Fall ohne Beeinträchtigung, regelkonform für jeden Teilnehmer gleicher maßen möglich sein (natürlich nur was die Verantwortlichkeiten des Veranstalters betrifft)! Genau genommen (und nur kurz überlegt) würde das für mich bedeuten:
* Es sind brauchbare Absperrungen vorhanden
* Es gibt ausreichend Schiedsrichter (die zumindest ein bisschen Ahnung haben von dem was sie da sehen) und im Besten Fall nicht aus der Reihe der Kämpfer kommen.
* Programmablauf richtet sich nach den Bewerben und nicht die Bewerbe richten sich nach dem "restlichen Programm" (Musik, Tanz, etc....)

Und ganz besonders wichtig:
Es ist schon okey dass Leute zusehen und Ihren Spass dran haben (ist in jeder anderen Sportart auch so, bzw. sogar ein fixer Bestandteil) ABER: es muss trotzdem in erster Linie um den Bewerb und nicht um die Besucher gehen:
* Wenn man, ohne die Teilnehmer zu beeinträchtigen, für die Besucher eine Show drum herum bauen kann ist das okey - ansonsten nicht.
* Wenn die Kämpfe den Leuten zu fad werden (weil z.B. für den Leihen immer das selbe, gerade zu taktische Kämpfe oder total ungeübte Kämpfer... wie auch immer) dann kann man nur eines sagen: Pech gehabt! Der Ablauf des Bewerbes darf deswegen nicht gerafft oder verändert werden. Wenn ein Kämpfer 2x hintereinander an die Reihe kommt und ihm vom Regelwerk her eine Pause zusteht dann ist das so... und wenn das nach jeder Runde der Fall ist weil halt die Auslosung gerade so fällt .... naja wie schon gesagt Pech.

Ob Startgeld oder nicht würde ich also nicht (in erster Linie) davon abhängig machen ob eine Veranstaltung neu ist oder nicht, sondern welche Qualität sie für DEN TEILNEHMER und NICHT dem BEUSUCHER hat.

Oder anders gesagt: das Startgeld darf nicht nur ein Zubrot für den Veranstalter sein sondern muss ihn auch dazu Verpflichten einen (dem verlangten Betrag angemessenen) Qualtiätsstandard für den Bewerb ein zu halten!
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Re: Startgebühren

Beitrag von Moz » Mi Apr 09, 2014 9:34 pm

ich denke mal, es kommt auch auf den Rahmen des Tournieres an.
Wenn es ein Mittelalterfest ist, bei dem auch Kämpfer antreten, dann steht das Fest im Vordergrund und die Kämpfer bringen Flair - dann sollte auch keine zusätzliche Gebühr verlangt werden. Die Kämpfer haben ohnehin Unkosten (alleine schon mal Transport/Anreise). Als Ausnahme würde ich da sehen, wenn der Veranstalter die Versorgung übernimmt und es auch angemessenes Preisgeld gibt.

Wenn es "nur" ein Tournier ist, müssen natürlich die Kosten der Veranstaltung gedeckt sein. Theoretisch sollte das mit Zuschauern und Sponsoren abgedeckt sein. eine kleine Startgebühr um die administrativen Kosten abzudecken finde ich da auch OK.

Generell schliesse ich mich da auch Maledikt an: nur Hand aufhalten soll's nicht sein. Eine Leistung sollte für eine Gebühr auf jeden Fall geboten werden.

Nachtrag: Wenn es sich um einen Sport handelt, bei dem die Kämpfer auch Sponsorengelder bekommen, dann ist eine Startgebühr auch in Ordnung.

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Re: Startgebühren

Beitrag von Gunher » Di Apr 15, 2014 12:46 pm

Ich bin generell gegen eine Startgebühr.
Warum?
Bei einem Radmarathon z.B: beträgt die Startgebühr 50 - 100 Euros, der Teilnehmer benutzt die gebotene Infrastruktur, welche ausschließlich für das event geschaffen wurde und nunmal sehr teuer ist. ( Strassensperren, Polizei, Aufsichtspersonen, Ärzte, Rettungswagen, Feuerwehr, Preisgelder, Labstationen......)

Turniere sind - soweit mir bekannt - im Rahmen eines Festes, als eines der Highlights gelistet.
Rund um das Turnier wird das Geld verdient. ( Händlermeile, Fressstandln, Eintritt...)
Die für uns Kämpfer gebotene Infrastruktur rechtfertigt die Startgebühr in keiner Weise, vielmehr sehe ich das Turnier als Hauptwerbeträger, der kostenlos
lukriert werden kann.
Von den Kämpfern und/oder deren Supportern nun Nenngebühr zu verlangen ist meiner Meinung nach nicht nachvollziehbar.
Wir betreiben Kampfsport - habt ihr schon mal von einem Boxer gehört, der zahlen muss, um in den Ring zu dürfen?
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Re: Startgebühren

Beitrag von Ulryca » Mi Apr 16, 2014 12:18 pm

naja, ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, dass es auch im Amateur-Boxen sowas wie Nenngelder gibt. Bei den ganzen asiatischen Kampfsportarten ist es durchaus üblich, Nenngelder zu verlangen. Zumindest im Amateur-Bereich. Erst bei großen, internationalen Gschichten fällt dass dann weg - aber da hat man dann auch geldkräftigere Sponsoren oder Fernsehanstalten, die Geld bringen.

Eine andere Frage drängt sich mir hier aber auch auf (vor allem im Zuge von Maledikts Posting):

Wieviel Support braucht man eurer Meinung nach eigentlich als Turnierkämpfer?????
2 Leute?? (einer bei der Arena als direkten Support, der Getränke und Ersatzwaffen u.ä. bereithält und einen, der bei der restlichen Ausrüstung/Lager draufschaut, dass nix verschwindet)
3 Leute?? (einer beim Turnierplatz als direkten Suppoert für den Kämpfer, einer beim Lager und einer als Schnittstelle zB zum Sachen holen, Kontakt mit Veranstalter/Turnierleitung halten, Reparaturdingens machen etc)
reicht 1????

Wieviel Leute würde man dann zusätzlich als Support für ein Bohurt-Team brauchen????
Pro Kämpfer einer (halte ich persönlich ja etwas übertrieben)???
3 zusätzlich Leute, wobei hier zwei als direkter Support fungieren (Getränke, Ersatzwaffen, Reparatur,....) und einer, der auf die Ausrüstung aufpasst usw.)
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Re: Startgebühren

Beitrag von Maledikt » Mi Apr 16, 2014 1:45 pm

Kommt mit Sicherheit auf die Kämpfer an: es gibt ja dann doch Leute die ihr Zeug beieinander haben und niemanden brauchen ;)

Was ich in meinem obigen Post eher gemeint habe ist ja nicht dass der Kämpfer jetzt die ganze Zeit umsorgt wird, sondern dass halt jemand hilft die Schnalle am Schild zu zu machen oder irgendwelche Rüstteile fest "gaffert" oder "kabelverbindet" wenns nötig ist. Und das in erster Linie dann wenn ein Kämpfer alleine bei einem Turnier ist und keine Vereinskollegen als Unterstützung mit hat (bzw die selber am gleichen Bewerb teilnehmen).
Also nicht falsch verstehen - ich bin nicht der Meinung dass der Veranstalter Support für jeden Kämpfer stellen soll. Abgesehen dass das vom Organisatorischen irre wäre, ist das für die meisten Kämpfer sowieso uninteressant. Die eigenen Vereinskollegen kennen die Rüstung besser, wissen was gebraucht wird etc....
Die Idee war eher dass jemand als Ansprechpartner da ist sollte wer gebraucht werden. Überspitzt gesagt soll es nicht so sein dass die einzigen drei Ansprechpersonen die Ringrichter sind, die nebenbei verzweifelt versuchen einen vierten Richter aufzutreiben weil sie selbst schon zu wenige sind ;)

Ansonsten Vereinsintern:
* 2-3 Leute pro Bohurt-Team (eher 3)
* 1-2 (aufmerksame) Personen für ein Turnier (je nach Teilnehmeranzahl aus dem eigenen Verein, aber mehr als zwei müssen sicher nicht sein)
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Re: Startgebühren

Beitrag von Gunher » Do Apr 17, 2014 6:50 am

Jedem Kämpfer seinen Knappen, dann läuft es rund.
Male hat da Recht, die Aufmerksamkeit des Supporters ist das entscheidende Kriterium.
Der Kämpfer hat nix davon, dass zwar theoretisch 2-3 Mann/Frau zur Verfügung stehen, aber keiner da ist, wenn Hilfe zum Öffnen des Helmes benötigt wird.
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